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► Gute Bergstiefel mit griffigen Sohlen sowie Trittsicherheit und Kondition bleiben Voraussetzung für diese anstrengende Kletterwanderung

►Als günstigste Zeit für die Durchquerung gelten die Monate Mai bis September. Aber selbst dann kann es passieren, dass man knietief durch Wasser waten oder sogar schwimmen muss. Auch in trockenen Frühlings- und Wintermonaten ist es manchmal möglich, den Torrent zu durchklettern. Normalerweise ist das Bett 10 Tage nach einem heftigem Regenfall wieder trocken.

Aufwärts: Es ist besser, durch den Canyon aufzusteigen: Die Kletterpassagen sind beim Aufstieg leichter zu überwinden und man kann schneller feststellen, ob der Canyon zugänglich ist oder mit Wasser gefüllt ist. Wenn es an der Mündung viel Wasser gibt (manchmal nur 2 Minuten von der Mündung), dann ist die Schlucht normalerweise nur mit Neopren-Anzug zugänglich. Wenn die Mündung trocken oder das Wasser nur knöchelhoch ist, dann könnte der Canyon zugänglich sein. Bei ruhigem Meer gibt es täglich (um 10 Uhr, von April bis Oktober, von Montag bis Samstag) Ausflugsboote von Port de Sóller nach Sa Calobra. (Barcos Azules, tel. 971 630 170, www.barcosazules.com)

 ►Abwärts: Falls Ihr das Auto in Escorca parkt, könnt Ihr von Sa Calobra um 15 Uhr mit dem Linienbus zurückfahren (von April bis Oktober, Tel. Busfirma 971 545 696, www.autocaresmallorca.com). Ein öffentlicher Bus verkehrt morgens von Port de Sóller nach Escorca (der Linienbus zum Walfahrtsort Kloster Lluc und nach Pollença, nur April bis Oktober und Montag bis Samstag). Für die Rückfahrt nimmt man am besten das Boot von Sa Calobra nach Port de Sóller (bei ruhigem Meer) oder den Linienbus nach Lluc, wo man nach Port de Sóller umsteigen kann.

►Einige Mallorquinische Wanderführer führen auch diese Wanderung.

Vorsicht! Es gibt viele Unfälle

 

 

 

 

 

Die Schlucht Torrent de Pareis

(Information aus dem Führer der Alpina Wanderkarte "Tramuntana Nord")

4 h/ Höhenunterschied: 600 m/ Schwierigkeitsgrad: hoch

Die Bewältigung der Pareis Schlucht wird von den meisten mallorquinischen Wanderern als die außergewöhnlichste Wanderung der ganzen Insel angesehen. Die 300 m hohen Felswände, der wilde Charakter und einige Kletterstellen sind Höhepunkte dieser Wanderung. Die biologischen und geologischen Besonderheiten des Torrent sind auch der Grund dafür, dass er zum "Monument Natural" (Naturdenkmal) erklärt wurde. Die Wanderung wird in zwei Richtungen beschrieben - bergauf und bergab. Gelegentliche Freiwilligeneinsätze wie der, der im Jahre 2004 vom mallorquinischen Wanderverein GEM und in 2014 vom Sóller Wanderführer Josep Suau durchgeführt wurde, sorgen für eine Verbesserung der Trittstufen und der Sammlung des Mülls an der Mündung. Die Bergwacht (Bombers) hat die schwierigste Kletterstelle (Pas de s’Estaló) entschärft und Seile angebracht (die aber zwischenzeitlich gestohlen wurden).

Es sind unbedingt Bergstiefel, eine gute Kondition und eine gewisse Bergerfahrung notwendig. Der Torrent de Pareis ist normalerweise zwischen Mai und Oktober begehbar. Nach einem starken Regenguss sollte man ungefähr 10 Tage lang warten, bis das Wasser in der Schlucht wieder zurückgegangen ist. Falls einige Gumpen (Tümpel) noch viel Wasser enthalten, ist esbesser, wieder umzukehren. Ein 10 Meter langes Seil kann an einigen Passagen helfen, etwas mühsam geht es auch ohne.Man muß die Steinmännchen und die Farbmarkierung immer beachten, daman das Bachbett viermal verlassen muss.

 

Der Torrent de Pareis nach unten: Von Escorca nach Sa Calobra

Wenn man über kein Auto verfügt, ist es besser, die Schlucht bergab zu durchsteigen. Man sollte jedoch sicher sein, dass die Schlucht trocken ist und berücksichtigen, dass die Kletterstellen beim Abstieg schwieriger sind.

Der Linienbus von Port de Sóller nach Lluc und Pollença hält am Ausgangspunkt der Wanderung am Restaurant von Escorca (Abfahrt von Port de Sóller um 9 Uhr, zwischen April und Oktober, von Montag bis Samstag). Es gibt auch morgens einen Bus von Lluc nach Escorca.

 

Auf dem kleinen Parkplatz am km-Stein 25,2 steht eine Tafel, die über die Schwierigkeiten dieser Wanderung informiert. Links von dieser Tafel beginnt der Pfad und nach einigen Metern passieren wir ein Gatter. Danach verläuft der Weg neben einer Trockenmauer linker Hand entlang. Wir durchqueren noch eine Mauer mit einem Gatter und sehen nach 5 min links eine große Steinpyramide, die nach links weist. Der Weg verlässt den Wald (Bild 1) und wir können bald auf der anderen Seite der Schlucht an den Hängen des Puig Roig die ehemalige Polizeikaserne zur Verfolgung der Schmuggler und das Höhlenhaus Cosconar erkennen.

Zwischen Escorca und S'Entreforc (1)

Dersteinige und zugewachsene Weg verläuft in Kehren zum Bachbett (1 h15 min von Escorca).Nach wenigen Metern muss man einen zugewachsenen Pfad links nehmen und das Bachbett verlassen, bis wir an S'Entreforc gelangen (10 min, Bild 2).

(2) S'Entreforc

An dieser Stelle beginnt erst der Torrent de Pareis, da sich hier der Torrent de Lluc, den wir bisher entlanggegangen sind und der Torrent des Gorg Blau treffen. Man könnte links den Torrent des Gorg Blau für einige Minuten nach oben gehen, bis die glitschigen Steine und die Dunkelheit den Durchgang erschweren. Ein Stück weiter oben befindet sich die schwierigste Schlucht Mallorcas und in diesen Teil "Sa Fosca" (die Dunkle) gelangt kein einziger Sonnenstrahl (Bild unten).

Eingang zur "Sa Fosca" vom S'Entreforc

Am S'Entreforc verlassen wir wieder das Bachbett, diesmal aber auf der rechten Seite. Über uns ragen die Felswände bis zu 300 m hoch auf und wir können die Höhle Cova des Soldat Pelut erkennen. Nach 10 min kommen wir an die erste schwierige Passage, wo wir einen Felsblock abklettern müssen. Unterhalb davon müssen wir zwei Gumpen (Tümpel) umgehen (3) und die in den Felsen geschlagenen Stufen benützen, auf denen wir wieder zurück zum Bachbett gelangen (4).

(3)Vorbei an eine Gumpe.................. (4) Abwärts auf den Stufen zum Bachbett (in den Felsen geschlagen)

Die drei nächsten Kletterpassagen sind zwei sehr rutschige Rampen (5) und noch eine Gumpe, die wir rechter Hand umgehen (6).

(5) Rutschige Rampe....................................... (6) Die Gumpe wird links umgegangen (rechts beim Abstieg)

Etwa 5 min später müssen wir das Bachbett nach rechts durchqueren, dann verlassen und in einer Rinne oberhalb weitergehen. Wir gelangen wieder zum Bachbett, wo wir immer den Steinmännchen und Farbmarkierungen folgen und die einfachsten Passagen suchen (7). Falls wir an eine zu schwierige Stelle kommen, es ist sehr ratsam, sich eine andere Passage zu suchen. Eine Stunde später müssen wir das Bachbett wieder auf der linken Seite verlassen. Kurz darauf passieren wir die Höhle Cova des Romagueral (8).

(7) Aussicht Richtung S'Entreforc.......................................... (8) Cova des Romagueral

Nun treffen wir wieder auf einige anspruchsvollere Stellen. An der ersten befindet sich eine Gumpe, die wir links umgehen, dann folgt eine enge Spalte rechts. Die nächste enge Passage (rechts) heisst : "Grassos estrenyeu-vos" (Dicke, macht euch dünn, Bild 10 ) und die letzte Passage (links)„Pas de S’Estaló“ (Bild 11). Hier steigen wir durch die Öffnung, die von der Bergwacht geschlagen wurde.

(10) "Grassos estrenyeu-vos" (Dicke, macht euch dünn)... (11) Pas de S'Estaló, die schwierigste Passage bis 2004

Ein wenig später gelangen wir an die Quelle Font des Degotís (12) und schon befinden wir uns im letzten, spektakulären Abschnitt der Schlucht (13).

(12) Rechts ist die Quelle "Font des Degotís"........................................ (13) "Kanonenball"

Nach der letzten Gumpe, die wir linker Hand liegen lassen, enden die Probleme und wir gelangen 15 min später an die Mündung der Schlucht am Meer (Bilder 14 und 15).

(14) Mönchspfeffer (Vitex agnus- castus) .......(15) Mündung des Torrent de Pareis in Sa Calobra

Wer immer noch nicht genug hat, kann den ehemaligen Steig „Carrer Nou“ nehmen. Der Weg wurde in einer Spalte angelegt, um vom Hafen von Sa Calobra aus zu den Gemüsegärten, die es früher hier gab, zu gelangen. Die Überreste des in Stufen angelegten Weges befinden sich 100 Meter nach links vom Eingang des Tunnels, der den alten Weg überflüssig gemacht hat.

 

Rückkehr zum Ausgangspunkt der Wanderung: Um 15 Uhr fährt ein Bus von Sa Calobra nach Escorca und Lluc (nur zwischen April und Oktober, von Montag bis Samstag). Bei ruhigem Meer gibt es auch Boote nach Port de Sóller bis 17.00 Uhr

 

 

Der Torrent de Pareis nach oben: von Sa Calobra nach Escorca

Wenn man über ein Auto verfügt und nur den spektakulärsten Abschnitt der Schlucht sehen möchte, ist es besser durch den Torrent de Pareis in diese Richtung zu wandern. Man kann dann auf dem gleichen Weg wieder zurückgehen. Die Wanderung in dieser Richtung ist auch besser und vor allem sicherer, wenn man nicht genau über den Wasserstand in der Schlucht Bescheid weiß. In diesem Fall sollte man zuerst zur Mündung gehen: wenn es hier oder innerhalb der ersten 30 min Wasserstellen gibt, die man nicht umgehen kann, dann sollte man auf die Wanderung verzichten. Nach Sa Calobra gelangt man über eine Kreuzung an der Straße Ma-10 von Lluc nach Sóller. Es ist auch möglich morgens mit dem Schiff von Port de Sóller nach Sa Calobra zu fahren und um 16.55 Uhr von Escorca mit dem Linienbus zum Port de Sóller zurückzukehren (nur April bis Oktober, Montag bis Samstag)

 

Vom Parkplatz gehen wir zum Hafen und erreichen dann durch die Tunnels die Mündung des Torrent de Pareis (Bilder 14 und 15). Wir folgen dem Bachbett etwa 15 min, bis wir an die erste Gumpe (Tümpel) kommen, die wir links umgehen. Nun gelangen wir an den spektakulärsten Abschnitt der Schlucht (13). Weitere 15 min später toßen wir auf die Quelle Font des Degotís (12) und, kurz darauf, überwinden rechts eine glitschige Gumpe, die erste Kletterpassage Pas de S'Estaló (11) und links die "Grassos estrenyeu-vos" (Dicke, macht euch dünn) Engstelle (10). Wenige Minuten später gehen wir linker Hand durch eine Spalte und anschließend umgehen wir eine Gumpe. Nach diesem engsten Abschnitt der Schlucht können wir linker Hand die Höhle Cova des Romagueral sehen (8). Nach 5 min müssen wir das Bachbett nach rechts verlassen.

Wir kommen wieder zum Bachbett, folgen ihm etwa eine Stunde und suchen die besten Passagen (7). An einer etwas unübersichtlichen Stelle müssen wir das Flussbett nach links wieder verlassen (diese Stelle ist schwer zu finden. Falls wir sie nicht finden und das Bachbett weitergehen, müssen wir nur mit einfacheren Kletterpassagen rechnen). Wieder am Bachbett zurück, müssen wir es nach rechts durchqueren und erreichen durch Gestrüpp eine Gumpe, die wir links umgehen (6). Dann gelangen wir an zwei sehr rutschige Rampen (5). Die letzten Schwierigkeiten bieten einige riesige Felsblöcke, in die Stufen geschlagen wurden (4). Ganz oben gibt es zwei Gumpen (3), die man umgehen muss und die letzte Kletterpassage bergauf.

Zehn Minuten später gelangen wir zum S'Entreforc (2). Falls wir wieder nach Sa Calobra zurückkehren möchten, brauchen wir nicht mehr weiter zu gehen. Um die Schlucht zurück zu gehen, empfehlen wir, die Erklärungen der vorherigen Route zu lesen. Bevor wir absteigen, sollten wir noch einige Minuten dafür aufwenden, ein bisschen die nach rechts führende Schlucht zu erkunden. Der Torrent des Gorg Blau ist die schwierigste Schlucht Mallorcas, die an seiner engsten Stelle Sa Fosca (die Dunkle) genannt wird, weil das Sonnenlicht bis hierher nicht vordringen kann.

Falls wir bis nach Escorca weitergehen möchten, müssen wir links den breiteren Torrent de Lluc nach oben steigen, den wir aber bereits 100 m weiter rechter Hand wieder verlassen. Nach 10 min auf einen zugewachsenen Pfad kehren wir zum Bachbett zurück. Nun sind es nur 50 Meter bis zum Weg, der uns rechter Hand (Richtung Südosten) aus der Schlucht führt. Der steinige und zugewachsene Pfad steigt in vielen Kehren bis zum Wald nach oben (1). Hier wendet er sich nach rechts, durchquert ein Gatter und folgt dann einer Trockenmauer. Nach dem Passieren von einem letzten Gatter befindet wir uns in Escorca (1 h 15 min).

 

Rückkehr zum Ausgangspunkt der Wanderung: Falls man die Wanderung bis Escorca macht, es ist nicht möglich mit dem Linienbus zurück nach Sa Calobra zu fahren. Man müsste sich ein Taxi aus Escorca- Lluc kommen lassen (Tel. 608 63 17 07).

 

 

 

►Der Torrent de Pareis ist seit 2003 als "Monument Natural" (Naturdenkmal) geschützt!. Die interessante Flora und Fauna hat mit der unberührten Karstlandschaft und mit dem Mikroklima (wenig Sonne, viel Feuchtigkeit) zu tun.